Dschungelcamp [Tag 5] – Wendlergate abgewendet!

Die Laute aus dem Mund des Wendlers tönen durch den Gehörgang, doch der Geist kann sie nicht transformieren, den Code nicht übersetzen. Datenverarbeitungsstau. Hirnstarre. Viel zu surreal sind seine Worte für diesen Kosmos. Was sagt er da gerade? „Ich bin ein Star – lasst mich wieder rein!“, bettelt er gen Mattscheibe. Da fragt man sich: Hat der sich bei 86 Grad Celsius geduscht?

Diese Mutmaßungen sind absolut berechtigt, aber etwas anderes ist an diesem bizarren Verhalten schuld: der Wendlerflüsterer, der so feucht-glitschtig daherkommt, wie drei Tonnen Gleitgel:  “Du hast ganz Deutschland überrascht, selbst die Anti-Wendler,” säuselt Manager Frankie. Und nicht nur das: „Die Leute haben angefangen, dich zu mögen. Das ist unglaublich bei Dir.” Wie böse! Der Typ hat ja sadistische Züge, will seinen Schützling dazu bringen, sich wieder mörderischen Bakterien und ekeligen Schlagzeilen zu exponieren. Pfui!

Tag 4 - Michael Wendler hat das Camp freiwillig verlassen und ordert sich im Hotel Carpaccio, Cheeseburger, Filetsteak, Käseplatte und Panna Cotta. Yummi! (c) RTL
Tag 4 – Michael Wendler hat das Camp freiwillig verlassen und ordert sich im Hotel Carpaccio, Cheeseburger, Filetsteak, Käseplatte und Panna Cotta. Yummi! (c) RTL

Das Wendlersche Innenleben habe hingegen eine Läuterung erfahren: “Ich habe meine Seele gewaschen“, erklärt der Gestaltwendler. Doch was ist schief gelaufen bei dieser Reinigung? Hat er zu stark gewrungen und eine Hirnquetschung erlitten? Infolgedessen wird wohl ein Geistesblitz aufgeleuchtet sein, der irgendwo im Kopf ein paar Leitungen versenkt haben muss. Denn wie käme man sonst auf den Gedanken, schnell den Rückwärtsgang einzulegen und sich erst recht zum Kasper zu machen?

Doch Wendler will an der Uhr drehen: Alles wieder auf Null, das Blatt Papier soll neu beschrieben werden, mit einer bombastischen Geschichte – als Wendler, der Lichtgestalt, die vom Himmel hinabsteigt, als Gott dem Allmächtigen. Kirchen würden errichtet, Altare gebaut, Gebete gesprochen – alles in seinem Namen.

Wendler sieht klar klar: Er muss zurück – in den Dschungel! Das wäre eine „Sensation“ ist sich DJ Wendy sicher. Und damit hätte er ausnahmsweise mal Recht! Man hofft und fleht ja schon selbst: Bitte, bitte lieber RTL-Gott lass den Wendler wieder zurück! Die ungläubigen Gesichter, das fiese Geläster, den Neid und die Wut, die man mit diesem „Wendlergate“ schüren würde. Es wäre herzallerliebst! Emotionale Bomben würden platzen. Man müsste den Campern das Besteck wegnehmen, damit sie sich nicht den Wendler vornehmen. Aber RTL bleibt hart, verwehrt dem DJ den Zutritt in die Dschungel-Disse. Aus die Maus. Ende im Gelände. Schicht im Schacht.

Im Camp ist die Meinung einhellig über die Wendlerin: Der ist so echt wie die Brüste von Melanie Müller! Die WG ist glücklich über seinen Abgang. Dabei herzte er den Glatzeder zum Schluss und säuselte: „Ich hab dich liebgewonnen!“ Doch Greis Glatzeder bleibt kalt, grantelte: „Ich dich nicht“! Für seine harschen Worte hat er eine logische Erklärung:  “Ich kann ja auch nicht auf der Straße den Müllmann umarmen und sagen: Ich liebe Dich.“

Auch Larissa kämpft um Liebe, wird aber nicht erhört, denn die TV-Nation hasst sie zu sehr. Deswegen muss die ewig Geprüfte wieder leiden – diesmal mit Melanie Müller. „Ich weiß nicht, was die gegen mich haben“, fragt die Nervnatter doch tatsächlich ersthaft in die Kamera. Nichts natürlich! Nichts wirksames, leider. Also versucht man sie mit Buschschweinsperma-Shootern, Madencocktails, Kotzfruchtdrinks außer Gefecht zu setzen. Doch nichts passiert. Nicht etwa weil Larissa immun gegen all den Schweinkram ist, sondern weil sie die Nahrungsaufnahme verweigert. Stattdessen muss Melanie schlucken und würgt tapfer alles runter, was ihr zwischen die Zunge und Gaumen gelangt.

Ausbeute des Tages: 6 Sterne! 5 davon hat allerdings Melanie erekelt Dafür gibt’s im Camp ordentlich Schelte, die La Pissnelke nicht auf sich sitzen lässt. Sie habe es versucht, aber es war einfach alles zu widerlich, bla, bla, bla. Wie eine kaputte Schallplatte, die drei Tonspuren zu hoch läuft, schrillt sie, ohne eine Viertelsekunde mal inne zu halten. Oder zu atmen.

Peng! Da vollzieht Winfried Glatzeder tatsächlich die Metamorphose zum Klaus Kinski – und explodiert, ergießt sein zermalmtes Mahl über Larissa. Wie einst der Vesuv über Pompeij. „Halt dein Mauuuuul“, donnert er Larissa an, die augenblicklich versteinert. Ihr ist klar: Nun ist eine neue Ära angebrochen. Jetzt muss sie die Spur wechseln, von der Unterdrückerin zur Unterdrückten. Glatzi, der alte Wiedergänger, wird sie schon zurechtstutzen – und zwar in der nächsten Dschungelprüfung. Denn dahin dürfen die beiden Wirrköpfe gemeinsam antreten.

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