Dschungelcamp [Tag 7] – Der Wendler ist wieder zurück

Totgesagte leben länger. Wie der Wendler. Denn der ist einfach nicht wegzukriegen, wie widerlicher 345 Tage alter Kaugummi, der sich ins Gewebe der geliebten Jeans gefressen hat. Genauso hängt der sich  bei RTL dran. Weil er unbedingt zurück in den Zwinger der Zwangsgestörten will.

Nicht mal Voodoo-Puppen, die Daniel Hartwich und Sonja Zietlow beharrlich mit Aphrodisiakum des Grauens, dem Wendler-Aroma, kontaminieren und als Opfergabe in den Schlund des Dschungels werfen, können das Unglaubliche verhindern: Die Rückkehr des Wendlers.

Tag 7 - Dschungelprüfung 7 "Hohe Erwartungen". (c) RTL)
Tag 7 – Dschungelprüfung 7 “Hohe Erwartungen”. (c) RTL)

Ja. Es ist wahr: Er hat sich zurück gekämpft in den Hort der Glückseligen. Zurüüüüück???!!! Aber wie das? Hat er den RTL-Bossen ein Loch ins Ohr gequatscht? Sie mit seinem trällernden Odeur de Kuhfladèn vom Balkon getrieben?

Naja, der Wendler ist nicht leibhaftig zurück. Nicht als männliche Venus, als wandelnder Sonnengott auf Erden. Sondern nur auf rein geistiger Ebene. Oder besser gesagt: in Mola Adebisi. Denn der Ex-VIVA-Moderator trägt Wendler’sche Züge in sich, mit denen er „Austria’s Next Dschungelqueen“ noch ganz schön foltern wird.

Als hätte sie eine hellseherische Gabe, fragt Larissa völlig zu Recht verdrossen gen Himmel blickend: „Wo ist Gott, wenn man ihn braucht?“ Eine gute Leitung hatte die ewig Geprüfte leider noch nie zu ihm. Vielleicht ändert es ja mit der siebten Horroraufgabe, die sie mit Neunundneunzigmalklug Mola Adebisi bewältigen muss. Denn es geht hoch hinauf. Und das heißt: leider auch ziemlich weit nach unten.

Tag 7 - Dschungelprüfung 7 "Hohe Erwartungen". (c) RTL)
Tag 7 – Dschungelprüfung 7 “Hohe Erwartungen”. (c) RTL)

Die Aufgabenteilung sieht wie folgt aus: Larissa muss auf einem immer schmalen werdenden Steg gesichert über einer Schlucht balancieren und aufgehängte Sterne aus der Luft greifen, die ihren Weg kreuzen. Das ist aber noch nicht alles: Sie muss auch eine absolut blickdichte Brille tragen.

Währenddessen dirigiert sie Adebisi aus sicherer Entfernung mit kalaschnikovschem Charme, ballert viertelsekündlich auf das Gehör der ausgelieferten Larissa ein („Gemma, gemma, gemma“, „links, links, links, links“, „Denk doch mal mit“) und bringt sie so völlig aus dem Takt (“Schrei nicht so mit mir!”). Doch das Unfassbare geschieht: Larissa stürzt zwar ab, und lässt einen Stern in den Abgrund fallen, doch sie brilliert! Als Zuschauer erstarrt man fast vor Ehrfurcht. Ein leises „Wow“ entwischt dem offen stehenden Mund.

Als Mola dann ins Camp zurückkehrt, denkt man hingegen nur noch: „Sau!“ Da prahlt der in schlafwendlerischer Sicherheit rum, was für ein Ausnahmesportler er doch sei: „ICH habe alle Sterne gewonnen.“ Ähm, war nicht auch noch Larissa dabei? Na, klar: Die Blindine warf sie ihm doch alle in zielgenau zwischen seine zehn Fingerchen! Mola musste dafür nicht mal seinen großen Zeh drei Zentimeter bewegen.

Die eigentliche Leistung lieferte damit Larissa ab, doch Mola ignoriert das komplett, feiert sich selbst als Dschungel-King und beschwert sich sogar noch gegenüber Glatzeder & Co: “Einen Stern hat sie abgenommen und einfach fallen lassen.” Und sich auch noch fallen lassen.

Ja, es ist wahrlich ärgerlich, dass die da einfach so blind eine Schlucht hinabstürzt, da hätte sie ja mal die Augen aufmachen können! Besser aufpassen, wo sie da hintritt! Wie gemein und unverfroren von dieser Lapissa! Bah. Und diese belanglose Angst wollen wir auch nicht zu hoch in den Himmel heben. Was ist das eigentlich: Angst? What the fuck is that? Grundgefühl in bedrohlichen Situationen, sagt Wikipedia. Pah, so ein Steinzeit-Geschwurbel! Weicheigehabe!  Wenn man Angst hat, dann muss man sich eben was anderes „fokussieren“, Freude zum Beispiel.

So wie auch Mola, der sich mit dem Fallschirm auf dem Rücken auf die Kackwurst in seinem Schlüpper fokussiert hat, als er im Flieger Richtung Dschungelcamp saß – wohlwissend, dass unkontrollierte Darmabgängen als schlechtes Omen zu deuten sind. Und da besann er sich, nicht den Ikarus zu imitieren und auf der Erde zu bleiben.

SO (!) geht das, und nicht anders, liebe Larissa.

Hätte Larissa den Mola gemimt, dann wären die WG-Mägen wohl leer geblieben und hätten stark angesäuert vor sich hin geknurrt, vielleicht sogar infolgedessen selbst verdaut. Was sich der Winfried Glatzeder übrigens im Vorfeld heimlich gewünscht hat. Nicht etwa, weil er ein Sadist ist, naja, ein kleiner vielleicht: Schließlich wollte er den Mola sich winden sehen, wie ein getretener Pudel mit eingekniffenem Schwanz: „Der Mola spielt immer den Macker, null Sterne wären ideal“.

Tja, dank Larissa sind’s dann doch acht Mahlzeiten geworden. Aber wie man weiß: Was nicht ist, kann ja immer noch werden. Denn ganz nebenbei: Larissa und Mola (so nennt Gabbys Ex übrigens auch seine Morgenlatte, hihihi) muss Team „Nightmare on Stairway to Heaven“ wieder gemeinsam ran. Für Larissa ist das sogar – Tusch und Fanfaren erklingen – die achte Prüfung. Damit ist sie Rekordhalterin worldwide. Ever, ever, ever, ever, ever, ever…

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