Dschungelcamp [Tag 8 bis 10] – Mola adé, scheiden tut echt nicht weh

Täterätäääääää! Time to say….hello – zum Weltrekord.  Denn das Duo Infernale Molissa wurde von den Zuschauern erneut auserkoren, sich im Dschungelkabinett des Schreckens von Dr. RTL foltern zu lassen. Und das bedeutet: Larissa tritt zu ihrer achten Prüfung an, was ich an dieser Stelle einmal würdigen will. Jippieh, yay! So und nun genug der Formalien!

Zu den harten Fakten, die  jedem Universumsbürger die Tränen in die Augen treiben. Wir erinnern uns, dass Monsieur Adepissi bei der letzten Prüfung die Tatsachen massiv geschönt hat. Umgebogen. Verdreht. Auf den Kopf gestellt. Oder ganz klar: eiskalt gelogen! Larissa, die das Ding blind im Alleingang rockte, wurde in seiner Geschichte ausgespart. Rausgekickt. Als hätte sie nie existiert. Seine Parallelwelt ist Larissa-frei. Wahrscheinlich hatte er sich schon vor der Prüfung  eine Story ausgearbeitet, diese mantraartig verinnerlicht und nach der Hirnwaschung einfach nur Erlerntes abgespult.  Kann er ja nix dafür, dass Larissa auf einmal ihrer zweiten Persönlichkeit Ausgang erteilt.

Da braucht man wirklich nicht auf Mola rumhacken. Es sei verziehen. Für Prüfung Nummer acht sollte Mola also mit allem rechnen. Larissa mimt die Spider-Woman, wird in ein Spinnenkostüm gesteckt und aufgehängt. Mola darf den Kranfahrer spielen und Larissa steuern, die dann mit einem Stab mit Ring über ein Rohrgebilde führen muss. Der Clou: berührt sie das Kupfer, bekommt Mola Stromschläge, wird mit Ekelbrühe, Getier und sonstigen Abfällen bekippt. Adepissi wird pissig, bricht ab, bevor er selbst erbricht, droht sogar mit einer Flucht aus dem Horror-Paradies. „Gebissen, gebissen, gebissen” wurde er von den gemeinen grünen Ameisen. Und dann auch noch Larissa, diese erbarmungslose Versagerin. Solch eine Folter! Seelisch und körperlich. Wie soll ein Mensch das ertragen? Da ist der Ort der Verdammnis mit dem Beelzebub als Herrscher Pipifax gegen. Nun ist Mola fix und foxi. Ausgepowert. Er kann nicht mehr. Was für eine Heule!

Was soll denn da erst Larissa erzählen? Die ist schließlich im „Hotel Marolt“ aufgewachsen, einer Behausung, ähnlich wie in „Shining“, „Psycho“ und „Zimmer 1408“. Uiuiuiuiui, was für eine brisante Mischung. Ja, und da geht es wirklich heiß her, wie La Marolt zu berichten weiß:  „Wir haben die verruchtesten Angestellten – wie den Engelbert. Der ist die ganze Zeit besoffen, er hat meinen Vater angespuckt und mit dem Besen entgegengeschlagen.“  Der Abwäscher tauscht das Hotel ab und an mal gegen eine Knastzelle. Und die Eltern? Die sind auch ganz schön gegen den Strich gebürstet, Wiedergänger von Marilyn Monroe und Elvis Presley, spielen manchmal Gurgeldrücken, haben sich aber dennoch irgendwie lieb. Ein Hort des vereinten Wahnsinns.

Jochen Bendel  glaubt hingegen: „Bei Larissa vermischen sich Albträume, Zeichentrickfilme, Heimatromane und ihr normales Leben zu einem ganz großen Film.“ Ist diese Freakshow tatsächlich eine Ausgeburt ihrer facettenreichen Fantasie? Oder sind das Nachwirkungen vom Wendler-Odeur, das sich in einer Hirnzelle festgefressen hat?

Man weiß es nicht. Allerdings weiß man,  dass das männliche Wesen an sich unbrauchbar ist – meint jedenfalls Melli. Und die muss es ja wissen, als Sexpertin. Eigentlich kann man Männer ersetzen. Durch Maschinen. Macht man am Arbeitsplatz ja inzwischen auch immer häufiger. Die Maschinchen, von denen Melanie da philosophiert, sind Vibratoren. Die passen auch 1a in jede Clutch, haben keine Widerworte und gibt’s sogar in Pink. Richtig praktisch, wie Melli ausführt:  „Du kannst es überall machen. Praktisch sogar im Auto im Stau.“ Da ist auch Mola hellhörig, der bisher komatös vor sich hin döste: „Im Stau? Ich stell mir vor, du guckst so rüber und sie verdreht die Augen und du denkst, wer kann sich denn so freuen im Stau!“

Stau herrscht auch bei den Campern. Keiner rastet mehr aus, die Lästereien halten sich auch in Grenzen. Nur in einem Punkt ist freie Fahrt:  die Abwanderung. An Tag 8 warfen die Zuschauer das schweigende Lamm Corinna Drews raus, Tag 9 musste Julian F.M. Stöckelin seinen Stock nehmen und an Tag 10 war für Großkotz Mola Schicht im Schacht. Achso, aha. Da drängt sich doch eine Frage in den Kopf: Warum ist noch die Schumann drin? Die hat ja schließlich höchstens nur drei Silben zwischen ihren Lippen hervorgepresst. Und das auch noch mit Müh und Not. Vielleicht stirbt sie ja heute den Protagonisten-Tod…

Related posts:

Na, anderer Meinung?

Follow

Get every new post delivered to your Inbox

Join other followers:

%d Bloggern gefällt das: