Ich sage “Ja”!

Ich komme unter die Haube. Ich bin bald weg vom Markt. Ich traue mich. Ich lasse mich an die Kette legen. Ich sage “Ja”. Wer unter akuter Synapsenverklemmung leidet: Ich heirate.

Ja, mein Freund und ich tun’s: Wir streifen uns die Eheringe über. Im Spätsommer. Aber nicht hier. Sondern im Paradies. Nanu, bin ich nun komplett auf Links gedreht? Oder völlig falsch gewickelt? Keine Angst, ich meine nicht das Himmelreich Gottes. Freunde wären auch alarmiert, wenn ich davon sinnieren würde. Eine Vermählung im Jenseits mit Engeln als Trauzeugen ist somit ausgeschlossen.

(c) Fotolia
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Weil ich wirklich nicht darauf epicht bin, dass jemand sein Notebook an die Wand wirft oder die Tastatur zertrümmert, nur weil ich’s hier nervenzerfetzend spannend mache: Wir heiraten auf den Seychellen und juckeln über drei Inseln. Die da wären? Silhoutte, Praslin, La Digue. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. 14 ganze Tage lang. Ach, was?! Tatsächlich?

Oh, ja! Um es gleich vorweg zu sagen: Nie regnete Konfetti bei “Wer wird Millionär” auf mich herab, wir halten keinen Esel auf dem Balkon, dessen “Äpfelchen” wir aufdröseln und kleine Goldbarren zum Vorschein kommen. Außerdem kann ich kann meine Ärmel so lange schütteln, wie ich will – da rieselt nichts heraus. Nicht mal ein Cent. Daher: Wir haben gespart. Und wir fahren allein.

Ganz allein!? Das ist grotesk! Ja, bedingungsloser Egoismus. Ist es nicht! Da wehre ich mich ganz entschieden.

Natürlich wollen wir im Zentrum des Geschehens stehen. Mein Freund in meinem, ich in seinem, wir in unserem. Wir werden ganz füreinander da sein und den Tag genießen. Ohne nervöse Zuckungen zu bekommen, weil man sich fragt: “Habe ich mit Jenny gesprochen, habe ich Sanem nach ihrem Befinden gefragt, habe ich mit Kirsten getanzt? Oder ist vielleicht irgendjemand saurer als fünf Wochen alte Milch, weil ich ihn unter 143 Gästen einfach übersehen habe?” Diese Fragen werden wir uns nicht stellen.

Eigentlich wollten wir in Europa heiraten. In Spanien oder Italien. Nur mit den Eltern und Geschwistern. Doch diese Vorstellung konnten wir fix wieder einmotten. Naja, eigentlich ganz aus dem Kopf streichen. Probleme auf einer Seite der Familie. Was also tun? Die andere Seite mitnehmen? Nein. DAS wäre gemein. Ja, und so fliegen wir allein.

Mehr zu meiner Hochzeit, meinen Gefühlen, Gedanken und Braut-Utensilien folgt in den nächsten Wochen über viele Posts verteilt. Viel Spaß beim Lesen.

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Na, anderer Meinung?

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