Weltuntergang 2012 Blogparade – 4. Thema

Das vierte Thema der Weltuntergang 2012 Blogparade steht an! Hier geht’s vor allem um Bewegtbild. Nö, keine Musikvideos, sondern klasse Filme. Was könnte man einer möglichen Nachwelt wohl mitgeben wollen?

Glamourgirl80 hat zu Thema vier der Weltuntergang 2012 Blogparade aufgerufen – und das heißt:

Wenn Die Welt am 21.12.2012 wirklich untergehen würde, welche Filme sollte dann jeder unbedingt vorher gesehen habe und wieso – und um es weiter zu spinnen…welche dieser Filme sollten für eine etwaige Nachwelt weiterexistieren?

Oh, wenn ich daran denke, welche Filme mich am meisten beeindruckt haben, dann gehen mir sofort ein paar Szenen durch den Kopf. Und ich muss sagen: Neue Filme sind da eher weniger dabei, sondern teilweise recht alte Schinken. Aber die schmecken ja bekanntlich am besten.

1. Spiel mir das Lied vom Tod. Wow! Das ist nicht bloß nur ein Film – das ist ein Meisterwerk. Als ich ihn das erste Mal sah, war ich ein Teenager, aber sofort gefangen genommen von diesem pompösen Epos. Ich glaube, hier macht’s einfach der Mix: Für einen Western ist dieser Streifen sehr, sehr ruhig, aber hochspannend und tragisch. Es sind viele Geschichten ineinander verwoben, deren Hauptfiguren sogar alle mit eigenen Filmmelodien unterstrichen werden. Besonders klasse finde ich, dass wirklich sehr, sehr viel Geräusche als Soundtrack dienen, was teilweise extrem hohe Spannung aufbaut – wie beispielsweise in der Eingangsszene, die um die zehn Minuten dauert: Drei Typen sitzen schweigend am Bahnhof, nur ein Windrad quietscht im Takt. Keine Musik, keine Gespräche. Irgendwann hört man einen Zug einfahren.Nun beginnt der Film erst richtig. Stlistisch extrem klasse gemacht und daher einer meiner Lieblingsfilme, obwohl er ein halbes Jahrhundert alt und ein Western ist, aber eben nicht vergleichbar mit Bud Spencer Filmen, wo alle drei Minuten rumgeballert wird und die Leute nur so durch die Gegend fliegen. Ähnliches habe ich leider nie wieder gesehen.

2. Vom Winde verweht. 1936 gedreht. Da sind wir schon beim wirklich ältesten Schinken, den ich je gesehen habe. Gott, wie romantisch. Gott, was für ein veraltetes Frauenbild. Aber so war’s nur mal um 1860 herum. Und da kann man nur sagen: Bravo Scarlett O’Hara, du hast dich nicht unterworfen, sondern das genommen, was du wolltest. Allerdings hat die Arme recht spät erkannt, dass sie Rhett Butler wirklich liebte – und nicht den weichen Ashley. Da war’s aber leider zu spät. Diese Geschichte  kann man ebenfalls unter der Bezeichnung Eops einsortieren. Man hofft eigentlich die ganze Zeit: Bitte öffne doch deine Augen, Mädchen. Lass von dem einen ab, nimm den anderen. Aber die Story ist nun mal so, wie Margaret Mitchell sie niederschrieb. Und das ist Weltkino. Die Darsteller spielen alle wirklich hervorragend. Außerdem ist die Geschichte umso spannender, weil sie vor der Bürgerkriegskulisse spielt, durch die alle Figuren gehen müssen, Grausames erleben, aber auch dadurch wachsen.

3. Ben Hur. Ja, das ist mein voller Ernst. Für mich persönlich ist Ben Hur wirklich ein toller Film, der sogar aufmuntert. Denn er zeigt, dass Ungerechtigkeit irgendwann betraft wird. Schön zu wissen, oder?

4. Das Schweiger der Lämmer. Ja, Ja, und nochmal ja. Zwar mittlerweile auch ein älterer Film, aber immer noch nervenzerfetzend spannend. Jedes mal bekomme ich eine Gänsehaut, als stünde ich bei Minus 20 Grad nackt auf dem Balkon.  Anthony Hopkins wird für mich immer der fiese Hannibal Lector bleiben, so eindrucksvoll beängstigend hat er diesen Part übernommen.

5. Der Pate. Da sage ich nur: Hut ab, Wattebäuschen in den Mund. Hä? Ja, Marlon Brando hat sich für seine Rolle als Don Corleone den Mund damit vollstopfen müssen, damit dieser so verformt daher kommen und er als Pate so herrlich nuscheln konnte. Ich sage nur wieder: Ein Epos. Eine Familiengeschichte voller Dramen. Ein Aufsteig. Ein Fall.

6. Inception. Jau, was für ein Meisterwerk! Specialeffects auf allerhöchstem Niveau. Actionreich. Mega-spannende Story. Und dabei auch noch mitdenken. Matrix hat ausgedient. Was will man mehr?

7. Pulp Fiction. Ein absoluter Klassiker. Ich liebe diesen Film. Er ist Kult – und Tarantino mein persönlicher Regie-Gott. Ich bin ein Fan skurriler und abgedrehter Filme. Natürlich nicht von allen, aber wenn sie gut gemacht sind, dann kann man sie wirklich genießen. Und in diesem Gangster-Film, der aus verschiedenen Geschichten gepflochten wurde, spielt die absolute Creme de la Creme an Schauspielerin mit: Uma Thurman, John Travolta, Bruce Willis, Samuel L. Jackson – und sogar Tarantino selbst übernahm einen kleinen Part. Toll. Skurril, aber stellenweise auch sehr brutal.

8. Terminator. Wat fürn Kultfilm. Ob Sarah Connor daher auch ihren Künstlernamen hat? Man weiß es nicht. Wer sich jetzt fragt, wie ich darauf komme: Die Hauptprotagonistin heißt Sarah Connor (Linda Hamilton). Ihr Sohn muss vor dem bösen Arnie beschützt werden, denn John Connor könnte der Retter der Welt sein. Nun denn, ich glaube, die Geschichte kennt jeder.

Aber, aber…hier ist ja gar nix witziges in meiner Liste! Schande, Schande. Ja, irgendwie bin ich kein echter Komödienfan. Ich mag zwar Ben Stiller unheimlich gern (und hasse Adam Sandler!!!), aber irgendwie zündet es nirgendwo so richtig. Hmmm. Ahhhh, ich hab was, was ich wirklich geliebt habe. Vor allem als Kind.

9. Kuck mal, wer da spricht. Ach ja, das waren doch noch Kirsty Alleys Top-Zeiten, oder? Heutzutage tingelt sie nur noch gefrustet durch Talk-Shows oder hat gleich eine eigene Reality-Show an der Backe. Läuft’s gut, geht das Gewicht runter, läuft’s schlecht, eben wieder rauf. Allerdings waren das auch John Travoltas beste Jahre. Und Thomas Gottschalks auch! Der? Wieso der jetzt? Na, der hat doch Baby Mikies US-Stimme synchronisiert. Und das hat er richtig gut gemacht. “Kuck mal, wer da spricht” war einfach superlustig. Zum Wegschmeißen. Zum Ablachen. Herrlich leichte Kost. Ich finde, dass die neue Welt, falls es einen Weltuntergang geben sollte, genau das braucht: Freude!

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