“Wild Girls” – viel Brachland in den Promi-Hirnen

12 hohle Promi-Nüsse machen Namibia mit ihrer unsäglichen Blödheit unsicher – in “Wild Girls – auf High Heels durch Afrika” . Ein Fest für die Lachmuskeln, Stand-by-Modus für das Gehirn. Gestern lief die erste Folge. Ich habe sie mir angetan!

Was hat das kleine Himba-Dorf bloß angestellt, um sich in diesem Exil durch solch eine erbarmungslos brutale Buße zu quälen? Wurde eine Frau des Stammes-Oberkönigs geschwängert? Eine Ziege vom Medizinmann geklaut, geköpft, gehäutet und verspeist? Was auch immer der Hintergrund für diese Verbannung war, es muss ein kolossales Verbrechen erschütternden Ausmaßes gewesen sein.

Und dem folgen nun die 12 Plagen, die über die Verstoßenen hereinbrechen: 12 schrille silikongetunte Plastik-Promis, die eines vereint: Dummheit in ihrer reinsten Form. Unberührt von jeglichem Wissen. Der IQ ist noch jungfräulich, maximal auf Einzeller-Niveau, wurde von den Gesellen Scharfsinn und Weisheit noch nicht penetriert. Die Hirnwindungen sind so rudimentär ausgeprägt, wie bei einem in die Tage gekommenen Kompostwurm, der sich durch die Friedhofsjauche wühlt. Ja, in der Gülle fühlen sich die Wüsten-Girls so richtig wohl. Verbal-Gülle wohl gemerkt. Die sprudelt dermaßen unbefangen aus ihnen heraus, dass man sich am liebsten übergeben würde. Und Tränen rollen, als sie das verlassene Dorf der Himba entern.

(c) RTL
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“Ich schäme mich, die haben hier gar nichts. Und die Fliegen tun mir so leid”, heult die karpfenlippige Ingrid Pavic, die kapiert hat, dass beim Aufpimpen ihrer beiden Schläuche grundlegend etwas falsch gelaufen ist. “Ich sehe aus, als ob mir Klitschko eine reingehauen hat.” Chapeau, da blitzt ein Funken Erleuchtung flüchtig auf. Doch er verglimmt augenblicklich. Die Finsternis kehrt zurück. Denn das Abendbrot wird zubereitet, muss dafür aber zugerichtet werden.

Im Klartext: Die Himba töten eine Ziege. Und die Großstadt-Girlies haben einen Platz in VIP-Loge der Schlachtorgie. Schön klimatisiert und in 3D. Zuviel für die zartbesaiteten Nerven. Sarah Knappik lamentiert in einem tränenerstickten manischen Monolog, wie leid ihr die Ziege tut, dass sie mit “ihr geredet und Spaß gemacht habe, weil ich die mag. Ich will nicht mit diesen Bildern in meinem Leben leben.”

Das Begrüßungsritual der Himba schlägt einigen der Luxus-Ladys kräftig auf den kaviarverwöhnten Magen. (v.l.) Kader Loth, Senna Gammour, Conchita Wurst, Sara Kulka und Jinjin Harder schauen lieber nicht genau hin. (c) RTL
Das Begrüßungsritual der Himba schlägt einigen der Luxus-Ladys kräftig auf den kaviarverwöhnten Magen. (v.l.) Kader Loth, Senna Gammour, Conchita Wurst, Sara Kulka und Jinjin Harder schauen lieber nicht genau hin. (c) RTL

Was für ein Geblärre! Wir leben doch nicht im Takkatukka-Land und heißen Pippilotta Victualia Rolgordijna Schokominza Efraïmstochter Langstrumpf! Sara Kulka weiß offenbar wie der Hase läuft, dass Milch nicht aus dem Wasserhahn fließt und Kühe nicht lila sind: “Die Menschen kaufen ein Schnitzel und denken, es wurde vom Himmel ausgeschissen.” Jawoll! Welch brillante Erkenntnis! Der Herrgott strullt eben nicht ins Klo, spült und daraufhin regnet’s. Genausowenig kommt sein großes Geschäft in Form von kleinen gebratenen Schnitzeln servierfertig auf unsere Teller geflogen. Und dann entfleucht La Kulka noch dieser philosophische Satz ganz nonchalant: “Wir werden alle geboren, um zu sterben.” Die Stangentänzerin, der wohl die Blondierung in die entlegendsten Hirnregionen vorgedrungen ist, erklärt uns den Sinn des Lebens. Hallelujah, die Welt steht Kopf!

Währenddessen erklärt sich Ingrid Pavic, warum sie sich hemmungslos in den Fleisch-Rausch frisst und sie vom Zicklein einfach nicht lassen will: “Im Supermarkt ist alles so schön dekoriert. Man sieht dann noch so Fähnchen, wo das herkommt, wie beim Käse – und das macht es einem schmackhaft. Aber so jetzt, ich weiß nicht. Aber irgendwie muss ich sagen, ich hab so’n Verlangen danach, weil ich möchte ja nicht, wie in Deutschland Pferdefleisch untergejubelt bekommen.” In der Tat, hier im Himba-Dorf wird einem kein falscher Fuffziger angedreht. Alles pur. Alles echt.

Bettgehzeit in der Hütte von Ingrid Pavic (Mi.), Sophia, Sara und Sarah: Sara Kulka (l.) und Sarah Knappik (r.) haben schon viel voneinander gehört - jetzt ist die Zeit der Aussprache gekommen. (c) RTL
Bettgehzeit in der Hütte von Ingrid Pavic (Mi.), Sophia, Sara und Sarah: Sara Kulka (l.) und Sarah Knappik (r.) haben schon viel voneinander gehört – jetzt ist die Zeit der Aussprache gekommen. (c) RTL

Außer Sara Kulka. Die ist eine Kopie von der Knappik. Meint eben jene und stellt erbost fest: “‘Ne Kopie ist immer ‘ne Kopie, kommt nie an das  Original ran.” Pah! Die hat aber nicht mit Sara 2 gerechnet: “Wen ich nicht mag, der wird kontamiert”. Aha. Womit will sie diejenige denn besudeln? Ihrer in Primitivität vergorenen Verbal-Brühe? Man weiß es nicht. Allerdings weiß man: Die Wut über die Doppelte-Lottchen-Geschichte währte nicht lang. “Entweder schlagen wir uns die Köppe tot oder wir werden uns so krass verstehen, dass das dann eigentlich gar nicht mehr geht”, analysiert Kulka scharfsinnig. Köppe noch toter als tot? Wandeln dann tatsächlich noch zombigere Zombies als jetzt umher? Doch dann nehmen sich die beiden Dumpfbacken in die Arme, kuscheln und hauchen sich etwas von “lieb haben” und “süß” zu. Neue BFFs sind geboren, die Schlangen züngeln nicht mehr.

Und sonst so? Conchita Wurst erklärt den verwirrten Himba, dass sie eigentlich auch ein Er ist, also beides. Und den Zuschauern dann, dass sie eigentlich nur ein Er ist, also ein Typ in Frauenklamotten. Kader Loth macht mit einer Eingeborenen den Brustvergleich. Jeder darf mal anfassen. Und Miriam Balcerek nächtigt in einer afrikanischen Zelle, weil “irgendwas mit dem Pass nicht stimmt”. Ob sie in der nächsten Folge wieder mit am Start ist? Wir werden’s sehen. Klar ist: Die Vorschau verspricht jede Menge Beef – ohne, dass ein Tier geschlachtet werden muss.

HIER KÖNNT IHR EUREN LIEBLING VOTEN!

Und hier gibt’s noch einen tollen Text von meinem Kollegen Brad Shaw, der ganz genau weiß: Der Frieden zwischen Sara & Sarah hält nur ganz kurz.

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