Wow, dieser Film wird DER Super-Hit…

…jedenfalls wirkt der Trailer so, als hätte er das Potenzial. Es geht um “Der Wolkenatlas“(“Cloud Atlas”), der auf dem gleichnamigen Roman von David Mitchell basiert. Ich finde: der Trailer verspricht ein echtes Epos.

Am 15. November soll die 100 Millionen schwere deutsche Produktion in die Kinos kommen. Regie geführt haben die Wachowski-Geschwister (“Matrix”) und Tom Tykwer (“Lola rennt”, “Das Parfum”). Außerdem mit im Darsteller-Boot: Tom Hanks, Hugh Grant, Susan Sarandon und Halle Berry! Jaha, absolute Top-Stars halten ihre Gesichter für einen deutsches Fantasy-Abenteuer in die Kameras.

Worum es da eigentlich geht? 600 Jahre umspannt der Roman. Die Handlungen der Protagonisten sind miteinander verknüpft – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.  Zu einem eng vergewobenen Drama um Liebe, Macht und Tod.

Ich bin sehr gespannt, wie der Film umgesetzt wird, denn das Buch ist richtig schwerer Stoff: Sechs Jahrhunderte, sechs Protagonisten, sechs Handlungen. Alle Erzählungen werden an einem bestimmten Punkt unterbrochen und mit der nächsten weitergeführt – bis zur Hälfte des Buches. Dann werden die Geschichten spiegelbildlich rückwärts erzählt, bis das Buch wieder mit dem ersten Protagonisten im Pazifik endet.

Aber alles ist das noch lange nicht: David Mitchell wechselt mit den Jahrhunderten konsequenterweise immer wieder die Erzählstile. Als Leser muss man immer wieder umswitchen auf z.B. Altdeutsch, moderne und sehr banale Sprache. Wer jetzt die Augenbrauen hochzieht, dem sage ich: ja, so habe ich auch geguckt, als ich das erste Mal die Rezensionen bei Amazon las. Aber ich dachte: das will ich lesen! Das hört sich genial an, einzigartig – nach Meisterwerk!

Und ist es das? Oh ja! Und wie! Ich bin aber noch nicht fertig mit dem 600-Seiten-Wälzer: Stress, Sommer, Familie, Freunde und nicht zuletzt der Blog kamen meinem Lesevernügen in die Quere. Aber: bevor der Film startet, habe ich das Buch durch. Indianer-Ehrenwort!

Und übrigens: über einige Rezensenten musste ich mich totlachen. Sie schrieben doch tatsächlich, das Buch sei voller Rechtschreibfehler. Eine Frau hat es nach den ersten Seiten in den Müll geschmissen, den Verlag angeschrieben und sich darüber beschwert, dass sie einfach keine Antwort bekam. Es ging um “Fehler” wie diese: “Urtheil, “Cynismus” und “behülflich”.

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